Pkw-Leichtbau nimmt weiter zu
Das Thema beschäftigt die Entwicklungsabteilungen der Automobilbauer seit Jahren und in den nächsten Jahren wird es noch wichtiger: der Leichtbau mit hochfesten Stählen, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff. Der Anteil dieser Materialien im Fahrzeug soll bis 2030 von derzeit 30 auf bis zu 70 Prozent steigen, so eine neue McKinsey-Studie. Damit gewinnt auch die wirtschaftliche Bearbeitung von Leichtbaukomponenten mit Präzisionswerkzeugen an Bedeutung.
Wichtigster Leichtbauwerkstoff bleibt hochfester Stahl. Sein Marktanteil in der Automobilindustrie steigt von 15 auf 40 Prozent an, so die neue Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company. In vielen Bereichen soll der Werkstoff herkömmliche Stahlsorten ablösen.
Einen ähnlichen Erfolgsweg beschreiten die karbonfaserverstärkten Kunststoffe. Ihr jährliches Wachstum im Pkw-Bereich wird auf 20 Prozent prognostiziert.
Die Ursachen für den enormen Erfolg von Leichtbaukomponenten sind allerdings nicht neu: Gesetzliche Vorgaben in Europa und den USA zwingen die Hersteller dazu, die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeugflotten drastisch zu reduzieren. Leichtere Fahrzeuge sind ein wichtiger Schritt dorthin. Zudem muss das höhere Gewicht bei Modellen mit Hybrid- oder Elektroantrieb kompensiert werden. Batteriebetriebene Fahrzeuge sind bis zu 250 Kilogramm schwerer.
