Luftfahrtindustrie: Werkzeuge rücken in den Blickpunkt

Die diesjährige Paris Air Show Ende Juni sollte „den wirtschaftlichen Aufschwung der Branche unterstreichen“, so eine Mitteilung der Organisatoren im Vorfeld der weltweit größten Luftfahrtausstellung. Die Forderung wurde mehr als erfüllt: Rekorde bei den Aussteller- und Besucherzahlen illustrieren den allgemeinen Wachstumskurs. Gleichzeitig befindet sich die Branche in einem Wandel, wie eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberater von Roland Berger unter Topmanagern deutlich macht: Neue Unternehmen aus Asien und sinkende Budgets bei den Kunden verschärfen den Wettbewerb und erhöhen den Kostendruck, so ein Ergebnis.


Werkzeuge profitieren von dieser Entwicklung, denn durch höhere Standzeiten oder Schnittgeschwindigkeiten beeinflussen sie auch im Flugzeugbau die Effizienz des gesamten Produktionssystems unmittelbar. Mit anderen Worten: Je besser die Werkzeuge auf den jeweiligen Bearbeitungsprozess abgestimmt sind, umso wirtschaftlicher ist die Produktion. Zwei Beispiele aus den USA – immer noch der weltweit größte und wichtigste Markt der Luftfahrtindustrie – bestätigen diese These. Hier sorgen Werkzeuge von LMT Onsrud für Leistungssprünge.

Besucher auf der Paris Air Show
Rekorde bei den Aussteller- und Besucherzahlen: die diesjährige Paris Air Show Ende Juni. (Foto: Paris Air Show)

Mehr als 2.100 Aussteller traten in Paris auf – bei der letzten, weltweit wichtigsten Air Show im Jahr 2009 waren es noch weniger als 2.000 gewesen. Unter diesen Vorzeichen ist auch die Zahl der Besucher gestiegen: Zum ersten Mal kamen mehr als 200.000 Privat- und rund 140.000 Fachbesucher. Allerdings verweist die Zahl der Aussteller indirekt auch auf eine zentrale Herausforderung der Branche: Vor allem in Asien treten neue Unternehmen auf, die den Wettbewerb und letztlich den Kostendruck anheizen. In China ist dies nach Einschätzung der Außenhandelsexperten von Germany Trade and Invest (GTI) nicht zuletzt auch ein Hauptziel der Politik. So will die Regierung bis 2016 rund 24 Milliarden Euro in die Entwicklung eines chinesischen Passagierflugzeugs mit dem Namen C919 investieren – mit globalen Ambitionen, wie GTI darstellt: „Den Strategen schwebt vor, sich als ‚C‘ in der Reihe ‚ABC‘ (Airbus, Boeing, C919) zu etablieren.“

USA bleibt der Markt Nummer eins

Der weltweit wichtigste Markt der Luftfahrtindustrie bleibt aber freilich die USA – unter anderem wegen der hohen Verteidigungsbudgets, so zumindest die Einschätzung der von Roland Berger Strategy Consultants befragten Topmanager der Branche. 73 Prozent von ihnen setzen demnach vorrangig auf den amerikanischen Markt. Dass allerdings auch die Produktionsplaner in den USA immer effizientere Produktionsabläufe anstreben, zeigen Anwendungsbeispiele von LMT-Werkzeugen deutlich. Der Grund: Durch höhere Standzeiten oder Schnittgeschwindigkeiten beeinflussen Werkzeuge auch im Flugzeugbau die Effizienz des gesamten Produktionssystems besonders wirkungsvoll. Dies zeigen zwei beispielhafte Anwendungen von LMT Onsrud-Werkzeugen:


• Bei Capo Industries, einem kalifornischen Zulieferunternehmen der Luftfahrtindustrie, kommt ein Werkzeug aus der EMC-Reihe von LMT Onsrud zum Einsatz. Die Anwender bearbeiten mit dem Titanium Finisher ein Auspuffgebläse aus rostfreiem Stahl. Das Standard-Werkzeug stellt dabei mit Blick auf Vorschub und Schnittgeschwindigkeit ähnlich gute Leistungsdaten sicher wie ein zuvor eingesetztes Spezialwerkzeug eines LMT-Wettbewerbers – allerdings mit einem entscheidenden Vorteil, wie John Hansen von LMT Onsrud erklärt: „Beim Einsatz eines Standardwerkzeugs sinken die Werkzeugkosten und damit die gesamten Produktionskosten deutlich.“


• Für die Herstellung eines Helikopterbauteils nutzt ein weiterer amerikanischer „Aerospace Manufacturer“ ein Aluminiumwerkzeug von LMT Onsrud und profitiert von massiv steigenden Leistungsdaten. Eingesetzt wird das Hartmetallwerkzeug 63-630 für die Nachbearbeitung eines umgeformten Bauteils aus Aluminium, das im Innern des Helikopterrumpfs für die nötige Stabilität sorgt. Im Vergleich zum vorher eingesetzten Fräswerkzeug steigt mit dem 63-630 nicht nur die Werkzeugstandzeit um das Fünffache an. Zugleich verbessert sich der Vorschub von 40 auf 160 Inch pro Minute. „Außerdem ist die Bearbeitungsqualität deutlich optimiert“, erklärt Tom Cornwell von LMT Onsrud. „Am Ende konnte unser Kunde sogar eine der geplanten Entgratoperationen streichen. Die gesamte Bearbeitungsdauer des Bauteils sank dadurch natürlich.“

Gemeinsam beste Werkzeuglösungen entwickeln

Wie kommen diese Erfolge und das teilweise enorme Leistungsplus mit LMT Onsrud-Werkzeugen zustande? „Wir haben uns auf Werkzeuge für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung von Aluminium, Kunststoffen und Verbundwerkstoffen spezialisiert“, erklärt Leslie Banduch, Senior Vice President Sales & Marketing von LMT Onsrud die Erfolge. „Das zahlt sich bei der Leistungsfähigkeit der Werkzeuge aus. Zudem kennen wir als Engineering-Partner die Anforderungen der Luftfahrtindustrie ganz genau. In vielen Fällen entwickeln wir deshalb gemeinsam mit den Kunden die besten Lösungen.“