LMT-Toolmanagement: 100 Prozent Teamwork für den Erfolg
Die Aufgabe ist und bleibt komplex - ganz gleich, ob es sich um die Planung einer neuen Fertigung auf der bislang noch „grünen Wiese“ oder die Verbesserung von laufenden Prozessen im bestehenden Werk handelt: Wer die Werkzeug-Logistik eines Unternehmens optimieren will, sieht sich unzähligen Fragen gegenüber. Die Toolmanager von LMT helfen nicht nur, die richtigen Antworten zu finden. Sie begleiten den Prozess über mehrere Phasen und Stufen hinweg. Die Basis von all dem: eine 100-prozentige Partnerschaft.
Wie unterschiedlich die Aufgabenstellung „Toolmanagement“ von Fall zu Fall ist, kann Jürgen Freund, Leiter Werkzeugservice International bei LMT Tool Systems, anhand von vielen Beispielen beschreiben. Die Werkzeugexperten organisieren und steuern die Werkzeugversorgung in völlig unterschiedlichen Unternehmen und Branchen. Große Automobilwerke gehören genauso dazu wie mittelständische oder kleinere Betriebe.
Werkzeugversorgung in Rekordzeit sichergestellt
„Nehmen Sie zunächst das Beispiel eines großen deutschen Automobil-Getriebewerkes in Asien. Anfang 2009 gab es nur eine Halle im Rohbau, heute produziert das Unternehmen bis zu 300.000 Getrieben pro Jahr – und setzt dazu rund 700 verschiedene Werkzeuge ein. Wir mussten beim Aufbau des Toolmanagements also nicht nur schnell sein, sondern auch zahlreiche Prozesse zum Laufen kriegen“, deutet Freund die Mammutaufgabe an. Die Toolmanager der LMT kümmern sich bis heute vor Ort um das gesamte System – von der Voreinstellung über die Bereitstellung der Werkzeuge an der Maschine bis hin zur Wiederaufbereitung und der gesamten Beschaffungslogistik. Die Vorteile für die in China verantwortlichen Produktionsplaner des Kunden liegen auf der Hand: Das LMT-Toolmanagement reduzierte die Komplexität in der Anlaufphase und garantiert die Kosten für die gesamte Laufzeit des Projektes.
Einfache Lösungen für den Mittelstand
Dieses Know-how aus komplexen Projekten bringen die Toolmanager der LMT auch bei mittelständischen Unternehmen und anderen Branchen ein. „Es muss nicht immer ein Complete-Care-System sein“, bestätigt Toolmanager Christian Johns von LMT. „Schon mithilfe eines einfachen Kanban-Systems mit Entnahme- und Vorratsboxen in der Produktion können wir sicherstellen, dass das Werkzeug immer verfügbar, die Lagerbestände optimiert und die Verbräuche dokumentiert werden.“ Auch kleinere Unternehmen profitieren von einem solchen Ansatz – zum Beispiel, weil das Werkzeug bei möglichst geringen Kosten immer verfügbar bleibt und der Werkzeugeinkauf zusammengefasst wird. Die größeren Einkaufsvolumen sorgen wiederum für bessere Konditionen bei der Beschaffung.
Der gesamte Werkzeugfluss auf dem Prüfstand
Unterschiedlich große Unternehmen, verschiedene Branchen: Wie gehen die Toolmanager die Aufgabe zu Beginn an? „Wir betrachten in jedem Fall das gesamte Produktionssystem. Es macht ja keinen Sinn, dass Sie in einem Bearbeitungszentrum das vermeintlich beste Werkzeug im Einsatz haben, der miteinander verzahnte Produktionsfluss aber nicht auf den Einsatz der unterschiedlichen Werkzeuge hin optimiert ist. Das Ziel ist am Ende, dass die Gesamtperformance der Produktion deutlich besser wird und die Werkzeugkosten sinken“, erklärt Freund. Von der Werkzeuglogistik über das Engineering und die Optimierung des Werkzeugeinsatzes bis hin zur Wiederaufbereitung verbrauchter Werkzeuge: Für das beste Ergebnis steht alles auf dem Prüfstand. Übrigens ist dabei selbstverständlich, dass die LMT-Toolmanager nicht nur Werkzeuge aus der eigenen Gruppe sondern auch andere Fabrikate bewerten und einsetzen. „Unser Ziel ist, dass der Kunde die richtigen Werkzeuge und Fertigungstechnologien für seine Anwendung bekommt. Die kommen häufig von der LMT, vor allem in den Anwendungsbereichen, in denen wir technisch führend sind, entscheidend ist aber der optimale Mix“, erklärt LMT-Toolmanager Thomas Reimers.

- Die 5 Stufen des LMT Toolmanagements: die Einsparpotentiale nehmen je nach Stufe zu.
Je nach Bedarf: Stufenweise bis zum Fullservice
Die Bandbreite der denkbaren Maßnahmen, die das LMT-Toolmanagement anbietet, ist groß: In fünf Stufen gliedert sich das Angebot, sie bauen jeweils aufeinander auf:
• Stufe 1: Nur die Beschaffung der Werkzeuge wird übernommen.
• Stufe 2: Zusätzlich berät ein Toolmanager zur Werkzeuglogistik und -einsatz.
• Stufe 3: Die Werkzeuge werden beschafft, direkt zum Fertigungsort geliefert und von Toolmanagern verwaltet. Sie erstellen technische Gutachten und optimieren den Prozess.
• Stufe 4: Vormontierte und voreingestellte Werkzeuge werden direkt an die Maschine geliefert. Das Toolmanagement übernimmt Werkzeugverwaltung und Werkzeuglogistik inklusive der Werkzeugaufbereitung und -beschichtung.
• Stufe 5 - complete care: Ein eigenes Team von LMT Toolmanagern ist beim Kunden vor Ort und kümmert sich permanent um Prozessoptimierung, Produktionsabläufe, Werkzeugvoreinstellung, Werkzeuginstandhaltung und Lagerhaltung. Auf diese Weise verbessert das Team die Prozesssicherheit. Die Verrechnung erfolgt pro gefertigtem Werkstück (CPU).
Toolmanagement profitiert vom Multispezialisten LMT
In der Zusammenarbeit zwischen zwei Unternehmen gilt in kaum einem Bereich so sehr wie im Toolmanagement: Vertrauen ist alles. „Die Grundvoraussetzung für den Erfolg unserer Arbeit ist eine 100-prozentige Partnerschaft mit dem Kunden. Offenheit, Transparenz und Teamwork prägen dieses Angebot der LMT. Anders würde es auch gar nicht gehen. Wie wollen Sie sonst hochkomplexe Produktionssysteme und miteinander verkettete Bearbeitungszentren, in denen einige hundert unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz kommen, in gemeinsamer Arbeit und im ständigen Austausch miteinander optimieren?“ fragt Freund. Vor diesem Hintergrund kann es dann auch nicht überraschen, dass die Beratung und Schulung von Mitarbeitern beim Kunden ein ebenso wichtiges Thema darstellt: „Wir geben unser Wissen in vielen Coachings weiter, damit die Anwender vor Ort die angestrebten Produktionsvorteile auch tatsächlich umsetzen können“, ergänzt Freund.
Neben dieser Team-Philosophie kommt den Kunden noch eine zweite, spezifische Stärke der gesamten LMT zugute: Die verschiedenen Unternehmen der LMT und ihre Allianzpartner fokussieren sich als Spezialisten bei Forschung, Entwicklung und Produktion auf jeweils unterschiedliche Anwendungen und Bearbeitungsverfahren, in denen sie technisch führend sind. Das Unternehmen ist ein Multispezialist. Dieses breit gefächerte Know-how kommt natürlich auch den Toolmanagern zugute. Sie können bei Bedarf auf die Spezialisten im Unternehmen zurückgreifen und das bei nahezu allen wichtigen Werkzeuganwendungen - von der Werkzeugaufnahme, dem Verzahnen über Fräsen, Drehen, Gewinden und Bohren bis hin zur Composites-Bearbeitung oder der Schwerzerspanung.
Gute Zukunftschancen für das Angebot
Wie schätzt der Leiter des internationalen LMT-Werkzeugservice die Zukunftschancen seines Bereichs ein? – Jürgen Freund ist optimistisch: „Natürlich zwingt der Wettbewerb auch Unternehmen der Metall- und Kunststoffbearbeitung zur Rationalisierung. Es ist aber zugleich in vielen Fällen nicht rentabel, die dafür notwendigen personellen Ressourcen selbst vorzuhalten. Genau dann kommen wir ins Spiel und können sehr schnell und direkt Ergebnisse vorweisen.“ - Wie spektakulär die sein können, zeigt das Beispiel bei einem Automobilhersteller. Produziert werden über 460.000 Getriebe pro Jahr. Die jährlichen Gesamtkosten für Werkzeugwesen und Logistik betrugen - ohne Toolmanager - 12 Millionen Euro. Bereits nach drei Jahren Tätigkeit des Toolmanagers war eine Kostensenkung um 20 Prozent erreicht.

