Indien: Metallverarbeitende Industrie wächst in großen Sprüngen
Gemessen am weltweiten Bruttoinlandsprodukt ist Indien längst schon ein Schwergewicht der Weltwirtschaft. 5,4 Prozent betrug laut internationalem Währungsfond der indische Anteil an der gesamten Weltökonomie im Jahr 2010. Der deutsche Anteil – nur zum Vergleich – lag bei 4,0 Prozent. Gründe für diesen Erfolg liefert unter anderem die metallverarbeitende Industrie: Indiens Automobilunternehmen sowie die Hersteller im Maschinen- und Anlagenbau rechnen mit einem Umsatzplus von 20 bis 30 Prozent in diesem Jahr. Mit an Bord bei vielen Unternehmen sind die Werkzeugspezialisten von LMT. – Gerade hat das Unternehmen eine eigene Endfertigung für Verzahnungs-Wälzfräser in Pune eröffnet. Aber auch abseits der Verzahnungstechnologie kann LMT in Indien enorme Erfolge vorweisen.

- Endfertigung für Wälzfräser bei LMT India.
Die Zahlen der Society of Indian Automobile Manufacturers verweisen auf erstaunliche Steigerungsraten: Fast 3,2 Millionen Kfz sollen demnach im Finanzjahr 2010/2011 in Indien produziert werden. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 2,4 Millionen gewesen. Anziehende Konjunktur, steigende Einkommen und Modellpremieren machen die Außenhandelsexperten von Germany Trade and Invest (GTI) für diesen enormen Erfolg verantwortlich.
Wachstumstreiber Automobilindustrie
Ähnlich positiv sind die Wachstumsprognosen für den indischen Maschinen- und Anlagenbau. So rechnen die Hersteller von Werkzeugmaschinen in diesem Jahr mit einem Anstieg der Umsätze von 25 Prozent, so die Indian Machine Tool Manufacturers’ Association. Wachstumstreiber ist hier wiederum die boomende Automobilindustrie. Sie nimmt rund zwei Drittel der Maschinen ab und baut angesichts ihres andauernden Erfolgs ihre Produktionskapazitäten weiter aus. Davon profitiert im Übrigen auch der deutschen Maschinenbau – zehn Prozent der importierten Werkzeugmaschinen zur Metallbearbeitung stammen aus Deutschland.
Detaillierte Beratung der indischen Anwender
Wie wichtig die dabei eingesetzten Präzisionswerkzeuge sind, machen die Werkzeugspezialisten von LMT India ihren Kunden immer wieder deutlich. Venkat Sivaramakrishnan, Managing Director von LMT India, erklärt den Zusammenhang: „Werkzeuge können die Produktivität der Maschinen und Anlagen deutlich verbessern – wenn sie richtig eingesetzt werden. Allerdings gibt es keine Standardantworten darauf, wie sich die Leistungsfähigkeit eines Produktionsprozesses gezielt optimieren lässt. Deshalb beraten wir die Anwender zielgenau zum jeweils richtigen Werkzeug. Gemeinsam kommen wir zu bestmöglichen Lösungen.“Unterschiedliche LMT-Werkzeuge im Einsatz
Dass dieser hohe Anspruch bei den Kunden ankommt, zeigen nicht zuletzt die Wachstumszahlen von LMT India. In den letzten fünf Jahren konnten die Umsätze um jeweils 25 Prozent gesteigert werden. Ganz unterschiedliche LMT-Werkzeugsysteme kommen bei den indischen Kunden zum Einsatz – zum Beispiel Reihenbohrstangen für die Herstellung von großen Motoren, Hochleistungswälzfräser für die Zahnrad- beziehungsweise Getriebeproduktion, Gewinderollköpfe für die spanlose Herstellung von Gewinden, Werkzeugspann- und Gewindebohrsysteme. Venkat Sivaramakrishnan: „Wir sind überzeugt davon, dass unser spezifisches Werkzeug-Know-how gerade in einer schnell wachsenden Ökonomie wie der indischen von steigender Bedeutung ist. Wir zeigen gezielt Wege auf, wie sich eine hohe Qualität der Bauteile und steigende Ausbringungsmengen vereinen lassen. Dieses Wissen wird in Indien immer wichtiger.“
